Jugendgewalt, ihre Ursachen und die richtigen Antworten (PM des ASJ-Bundesvorstandes)

 

- Gustav-Radbruch-Forum 2010 mit über 180 Besucherinnen und Besuchern ein voller Erfolg -

Mehr als 180 Interessierte aus Vereinen, Verbänden und Institutionen sowie zahlreiche Mandatsträger aus Bund, Ländern und Kommunen waren nach Laatzen gekommen, um im Rahmen des Gustav-Radbruch-Forums mit Experten und Praktikern darüber zu sprechen, wie Jugendkriminalität entsteht und wie das Entstehen von Kriminalität verhindert werden kann.

 Nach einem Beitrag des Celler Oberbürgermeisters Dirk Ulrich Mende zum Thema „Politische Verantwortung für die Herstellung von Chancengleichheit“ wurde das Gustav-Radbruch-Forum mit einem World-Café eröffnet, in dem die Teilnehmenden miteinander Antworten auf die Fragen fanden, welcher Zusammenhang zwischen Bildung und Gewalt besteht, und was getan werden kann, um Jugendgewalt zu verhindern.

Ulla Burchardt, Vorsitzende des Bildungsausschusses im Deutschen Bundestag

Ulla Burchardt, Vorsitzende des Bildungsausschusses des Deutschen Bundestags, machte in ihrem Beitrag „Bildung kostet. Keine Bildung kostet mehr.“ deutlich, dass die Bundesregierung den dringendsten bildungspolitischen Anforderungen – Bildungsarmut bekämpfen und den Fachkräftemangel beheben – nicht gerecht werde. Die Bundesregierung verteile lieber Klientelgeschenke an Besserverdienende statt in die Bildung zu investieren.

Anschließend diskutierten Ulrike Meyer-Timpe, Autorin des Buches „Unsere armen Kinder“, der Kriminologe Prof. Dr. Christian Pfeiffer und Biniam Kiflai, Integrationsbeauftragter des eritreischen Konsulats, moderiert von Matthias Miersch (MdB) über den Zusammenhang von Prävention, Bildung und Kriminalität.
v.l.n.r. Biniam Kiflai, Ulrike Meyer-Timpe, Matthias Miersch und Christian Pfeiffer

In zwei Teilforen zu den Themen „Bildung schafft Chancen“ und „Prävention schützt vor Gewalt“ stellten Experten und Praktiker Fakten und Projekte vor. U.a. präsentierten Antje Funcke von der Bertelsmann-Stiftung die Ergebnisse des Projekts "Folgekosten unzureichender Bildung", Prof. Dr. Kurt Czerwenka die Leuphana Sommerakademie, in der Hauptschüler der 8. Klasse fit für den Abschluss gemacht werden, und der Diakon Gunnar Ahlborn das Parkour-Projekt „MOVE YOUR LIFE". Mit Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, wurde erörtert, ein Internetportal aufzubauen, in dem gute Projekte der Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen dargestellt werden.

Welche Erfolge eine quantitativ und qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung hat, präsentierte abschließend Ernesto Nebot, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Laatzen, in seinem Beitrag über das Laatzener Profil für Bildung und Betreuung.

Der Bundesausschuss der ASJ hat einen Tag später sein im Vorfeld vorgelegtes Diskussionspapier „Rationaler Umgang mit Jugendkriminalität“ unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Gustav-Radbruch-Forums mit entsprechenden Änderungen beschlossen.

Die von ASJ und AfB durchgeführte Veranstaltung „Jugendkriminalität verhindern – Chancen schaffen“ geht zurück auf den Beschluss des SPD-Bundesparteitags, das Thema Jugendgewalt aufzugreifen. Der Parteitag hatte in Dresden im vergangenen November beschlossen, dass die oftmals mit Jugendgewalt einhergehenden sozialen Ursachen identifiziert werden sollten, um ihnen mit einem Präventionskonzept erfolgreich entgegentreten zu können.
 
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